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Schädlinge des Bonsai-Baumes

Seitdem der Mensch Pflanzen kultiviert, gibt es auch Pflanzenkrankheiten, die im schlimmsten Fall der Pflanze so stark zusetzen, dass sie abstirbt.

Hierbei muss allerdings bemerkt werden, dass die meisten Pflanzen, die gesund sind, auch nicht von Schädlingen befallen werden. Das eine Pflanze gesund ist, bemerkt man nicht nur an ihrem guten Wachstum. Wichtig ist es auch, dass der biologische Haushalt im Einklang ist.

Die meisten Schäden an einem Bonsai werden durch eine zu hoch dosierte Düngung oder durch eine zu gering Düngung hervorgerufen. Auch dem Boden ist eine besondere Aufmerksamkeit zu schenken, denn meist sind es Pilze, Bakterien oder andere Kleinstlebewesen sich im Boden befinden und dafür sorgen, dass die Pflanze die erforderlichen Nährstoffe nicht richtig aufnehmen kann. Zwar gehört ein Vorhandensein von Mirkoorganismen zum natürlichen Wachstum und Leben des Bonsais dazu, jedoch muss die Harmonie gewährleistet sein. In der Regel sind Nützlinge und Schädlinge in einem harmonischen Verhältnis im Boden enthalten, sodass nur eine falsche Pflege an dieser Stelle dem Bonsai schaden kann. Flasche Pflegemaßnahmen können dafür sorgen, dass Schädlinge gefördert und Nützlinge behindert werden.

Aber auch ein Klimawechsel kann dafür verantwortlich sein, dass ein Bonsai nicht mehr so wächst, wie er es eigentlich sollte. Daher sollte man immer auch das Klima schaffen, welches für die jeweilige Bonsaiart am besten geeignet ist. Ein umfangreiches Wissen über die Herkunft der vielen verschiedenen Arten ist daher unabdingbar.

Ist ein Bonsai von Schädlingen befallen, gibt es mehrere Möglichkeiten diesen entgegen zu treten. Mit entsprechenden Fungiziden und Insektiziden kann man dem Bonsai gut helfen, aber auch viel falsch machen. Setzt man beispielsweise auf einen salzhaltigen Dünger oder auch auf chemische Spritzmittel, schadet man dem Bonsai meist mehr, als dass man ihm hilft. Bei einer chemischen Schädlingsbekämpfung sollte deshalb vor allem darauf geachtet werden, dass der Boden mit einer Folie abgedeckt wird. So gelangen die chemischen Mittel gegen Schädlinge nicht in den Boden und können damit auch am Wurzelgebilde keine dauerhaften Schäden anrichten. Es geht aber auch auf natürlichem Wege, denn es gibt einige Kräutertees, die dem Bonsai sehr gut tun. So kann man beispielsweise aus Kamille, Rainfarn oder Rhabarber einen Tee aufkochen und die Pflanzen damit gießen. Kamille wirkt sich beruhigend aus, wie es beim Menschen auch der Fall ist. Rainfarn hingegen hilft gegen Milben, Läuse und Rost sowie Mehltau. Rhabarber hat sich gegen schwarze Läuse sehr etabliert. Diese Kräuter sollte man selbst pflücken, denn so ist gewährleistet, dass sie sehr natürlich sind und selbst keine chemischen Zusätze enthalten. Bei der Kamille werden vor allem die Blütenköpfchen für den Aufguss verwendet, während man vom Rainfarn die Blüten, die Blätter und die Stängel verwenden kann. Beim Rhabarber sind es ebenfalls alle Pflanzenbestandteile, die gehackt und mit heißem Wasser aufgegossen werden. Jeder Tee sollte dabei zwischen zehn und 15 Minuten ziehen, erkalten und dann zum Gießen verwendet werden.

Viel wichtiger ist aber die Vorbeugung, sodass Schädlinge von vornherein gar keine Chance haben. Daher sollte man immer genau wissen, welchen Bonsai man hat, damit man die Ansprüche an die Pflege, die Bewässerung und Düngung, befolgen kann. Auch die Standortbedürfnisse sollten immer Berücksichtigung finden.

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