
Bonsai SchnitttechnikenBei einem Bonsai-Nadelbaum ist es wichtig, eine sog. Rücksetzung vorzunehmen, da so die Form erhalten bleiben kann. Hierbei werden längere Zweige auf kürzere Nebenzweige gestutzt, sodass wolkenförmige Nadelpolster auf den Ästen erreicht werden. Hierzu sollte man wissen, dass die Hauptwuchskraft des Bonsai in den Triebspitzen liegt. Würde man keinen Schnitt vornehmen, würden die Äste im Innern kahl bleiben. Damit sich die kleinen Wölkchen an den Zweigen ergeben, muss man zu dicht gewachsene Astpolster immer wieder einmal ausdünnen, was in der Form geschieht, dass die Silhouette einen Halbkreis ergibt. Hierfür werden alle Triebe, die sich auf der Unterseite des Astes befinden und nach unten wachsen, entfernt. Es soll sich durch den Schnitt der Anblick ergeben, dass jeder Ast ein einzelnes Element des gesamten Bonsais ist. Geschnitten wird der Bonsai nicht mit herkömmlichen Heckenscheren, sondern mit speziellen Scheren und Zangen, denn hierbei muss sehr fein gearbeitet werden, was mit einer herkömmlichen Heckenschere nur schwer realisiert werden kann. Bei einem Bonsai-Laubbaum werden die Äste und Zweige am Anfang der Wachstumszeit überarbeitet. Hierbei gilt es, die trockenen und vor allem die störenden Triebe zu entfernen. Des Weiteren werden die zu lang gewordenen Triebe gekürzt, sodass sie harmonisch zum Gesamtbild des Bonsai passen. Um das Muster der Verzweigungen eines Bonsai-Laubbaumes zu beeinflussen, sollte man wissen, dass jede Triebknospe neben einem Blatt auch die Anlage für den ganzen Trieb mit einer Vielzahl von Blättern beinhaltet. Schaut man sich die Stellung der einzelnen Knospen genauer an, kann man genau erkenne, in welche Richtung sich der sich daraus entwickelnde Trieb wachsen wird. Handhabt man den Rückschnitt entsprechend, dann kann man die Verzweigungen in die jeweils gewünschte Richtung führen. |
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